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Unsere Schule hat letztes Jahr 129 kg PET-Getränkeflaschen gesammelt!

 

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Autismusbegleithunde


Fragen und Antworten: Autismusbegleithunde

Wer kann von einem Autismusbegleithund profitieren?

Autismusbegleithunde werden für Familien mit einem Kind mit ASS (Autismus Spektrums Störung) ausgebildet, das bei der Abgabe des Hundes zwischen 3 und 10 Jahre alt ist und zuhause mit der Familie lebt.

Kinder, die gerne unterwegs sind, aber Mühe haben, die Gefahren der Strasse zu verstehen und von ihren Eltern immer wieder zurückgehalten werden müssen, können am besten von der Verbindung zum Hund profitieren. Familien, die sich aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen haben, um ihrem Kind die dauernden Überforderungen zu ersparen, werden den Autismusbegleithund als standhaften Begleiter schätzen lernen.

Mit einem Hund an ihrer Seite fällt manchen Kindern auch das Sprechen leichter und sie treten eventuell wieder aktiver mit Mitmenschen in Kontakt.

Welche sind die Voraussetzungen, damit ein Autismusbegleithund abgegeben werden kann?

  • Die Familien müssen ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. Zurzeit ist es uns aus Kapazitätsgründen nicht möglich, Autismusbegleithunde im Ausland zu platzieren.
  • Bei den betroffenen Kindern muss eine Autismus Spektrums Störung durch einen Arzt diagnostiziert werden.
  • Die betroffenen Kinder müssen in der Lage sein, frei neben einem Hund herzugehen.
  • Die Erziehungsberechtigten einer Familie gehen nicht alle einer Vollbeschäftigung nach und können dadurch genügend Zeit und Energie für das Wohlergehen des Hundes aufbringen.
  • Das betroffene Kind muss bei der Familie zuhause wohnen.

Kann der Autismusbegleithund überallhin mitgenommen werden?

Autismusbegleithunde geniessen die gleichen Rechte wie Blindenführhunde und andere Behindertenhilfshunde.

Wenn der Hund im Arbeitsgeschirr von einem geschulten Hundehalter (das ist immer eine erwachsene Person, z.B. die Mutter des Kindes) geführt wird und ein Kind mit ASS begleitet, so gilt dies als ein Arbeitsteam und der Autismusbegleithund darf auch an Orte, zu denen normalerweise Hunde keinen Zutritt haben.

Was sind die Vorteile eines Autismusbegleithundes?

Autismusbegleithunde helfen einem Kind mit ASS, den Strassenverkehr und Unternehmungen ausserhalb einer gewohnten Routine nicht als Bedrohung oder Überforderung zu erleben. Bei Kindern, die gewöhnlich mit dem Auto oder einem Schulbus zum Unterricht oder in den Kindergarten gefahren werden, wird mittelfristig die Möglichkeit geschaffen, diesen Weg mit dem Autismusbegleithund zu begehen. Wenn es die Wegstrecke erlaubt, sollten auch öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden.

Was lernt ein Autismusbegleithund?

Der Autismusbegleithund lernt etwa 25 Hörzeichen zu befolgen, mit denen es dem Hundehalter (das ist immer eine erwachsene Person) möglich ist, in allen Situationen dem Hund klare Anweisungen zu geben. Zusätzlich lernt der Hund situationsbezogenes Verhalten, wie z.B. das selbstständige Stoppen und Ankern (Widerstand leisten) vor Strassenüberquerungen, das sich Verweigern, wenn das Kind versucht, vom Weg abzuschweifen, sowie der sichere Umgang mit Kind, Mensch und Tier.

Um die Bindung von Kind und Hund positiv zu beeinflussen, lernen unsere Hunde auch Spiele und einfache und lustige Tricks.

Wie lange dauert die Ausbildung eines Autismusbegleithundes?

In der Regel dauert die Ausbildung insgesamt ca. sechs Monate.

Gibt es noch andere Ausbildungsstätten in der Schweiz?

Die Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde hat im 2012 als erste schweizerische Ausbildungsstätte die Ausbildung von Autismusbegleithunden gestartet.

Was ist Autismus?

Autismus gehört zu den tief greifenden Entwicklungsstörungen. Menschen mit Autismus nehmen aufgrund komplexer Störungen des zentralen Nervensystems (besonders im Bereich der Wahrnehmungsverarbeitung) sich und die Welt anders wahr. Sie haben vor allem Schwierigkeiten, Bedeutungen und Regeln innerhalb von Kommunikation und sozialem Verhalten zu erkennen. So bleibt die Welt für sie oft unverständlich, überwältigend und Angst auslösend.

Wie ist der Ablauf, wenn man sich für einen Autismusbegleithund interessiert?

Bekundet eine Familie Interesse, werden in einem ersten Schritt schriftliche Informationen zur Verfügung gestellt. Nach einem telefonischen Austausch mit dem Instruktor erhält die Familie die Bewerbungsunterlagen. Nach Rücksendung des ausgefüllten Gesuches erfolgt ein Besuch der ganzen Familie in der Schule in Allschwil. Ein weiterer Schritt ist die Abklärung der Wohnsituation vor Ort. Wird das Gesuch gutgeheissen, wird der Familie sobald als möglich ein passender Hund zugeteilt.

Was geschieht mit dem Autismusbegleithund, wenn das Kind das 10. Lebensjahr vollendet hat?

Autismusbegleithunde, die bereits bei ihren Familien abgegeben sind, arbeiten auch nachdem das Kind sein 10. Lebensjahr erreicht hat weiter mit dieser Familie. Es hat sich gezeigt, dass sobald ein Team zusammengewachsen ist, eine mögliche physische Überlegenheit des Kindes gegenüber seinem Autismusbegleithund nicht mehr massgebend ist.

Was geschieht mit einem Autismusbegleithund, wenn er alt wird?

Wenn ein Autismusbegleithund nach einer Zeit der Begleitarbeit in den Ruhestand geht, darf erwartet werden, dass er bis zu seinem Lebensabend der Familie noch einige Jahre ein treuer Familienhund bleiben wird.

Wie viel kostet ein Autismusbegleithund?

Die Gesamtkosten für einen Autismusbegleithund betragen ca. CHF 48'000. Familien mit Kindern mit Autismus erhalten ihren Autismusbegleithund kostenlos. Die Kosten werden von der Stiftung übernommen. Die Haltungskosten für einen Autismusbegleithund gehen ab dem Abgabezeitpunkt zu Lasten der Familien. Ausserordentliche Tierarztkosten werden jedoch nach wie vor von der Stiftung übernommen.

Wie schnell merkt man, dass sich ein Hund nicht ausbilden lässt?

Das ist sehr individuell: Je nach Hund und je nach Problem oder Schwierigkeit, die zum Ausscheiden führen kann, vergehen bis zu einem Entscheid einige Wochen oder gar einige Monate der Ausbildung.

Welche Rassen eignen sich für die Ausbildung zum Autismusbegleithund?

Grundsätzlich lassen sich mehrere Rassen ausbilden. Wichtig ist, dass es sich um eine mittelgrosse Hunderasse handelt, welche Arbeitsfreude mitbringt.

Die Schule in Allschwil hat eine eigene Zucht von Labrador-Retrievern. Diese eignen sich für verschiedene Aufgaben, eine davon ist die Arbeit als Autismusbegleithund. Der Labrador ist ein robuster und pflegeleichter Hund. Neben seiner Arbeitsfreude ist er auch selbstständig, freundlich zu Menschen und Artgenossen und sehr anpassungsfähig.

Was eignet sich besser, Rüde oder Hündin?

Bei der Ausbildung gibt es keine Unterschiede zwischen Rüden und Hündinnen. Die Unterschiede liegen mehr bei jedem einzelnen Hund und haben nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Müssen die Hunde in der Schule oft alleine sein?

Es ist uns ein Anliegen, dass die Hunde wenig Zeit alleine oder unbeschäftigt verbringen. Der Hund ist ein Rudeltier und braucht den Kontakt zu seinen Artgenossen und zum Menschen. Die Hunde sind immer zu zweit in einer Box. Ist der Instruktor abwesend und kann nicht mit seinen Hunden arbeiten, werden die Hunde individuell und nach ihren Bedürfnissen von einem Hundebetreuer betreut und beschäftigt.

Wie lange wird während der Ausbildung gearbeitet?

Je nach Ausbildungsstand des Hundes geht das täglich von wenigen Minuten bis zu einer Stunde am Stück. Während der Ausbildung legen die Instruktoren besonderes Augenmerk auf die emotionale Verfassung der Hunde und richten die Ausbildungslektionen auch teilweise danach.

Was sind die häufigsten Ausfallgründe?

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum sich ein Hund nicht zur Ausbildung eignet. Gesundheitliche Gründe, mangelnde Belastbarkeit, mangelnde Arbeitsfreude, optische oder akustische Unsicherheiten sind dabei die häufigsten.

Wieso sind die Hörzeichen auf Italienisch?

Die italienische Sprache eignet sich sehr gut, da in ihr viel häufiger Vokale vorkommen als im Deutsch. So kann der Hund die verschiedenen Hörzeichen besser unterscheiden.

Wie wird man Autismusbegleithunde-Instruktor?

Die Ausbildung besteht aus einer dreijährigen Lehre in der Schule.

Welche sind die Voraussetzungen, um den Beruf des Instruktors zu erlernen?

  • gute Gesundheit und robuste körperliche Verfassung
  • soziales Engagement, Tierliebe und Verständnis für das Wesen des Tieres
  • Offenheit und Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit und Selbständigkeit
  • Begeisterungsfähigkeit und Ausdauer, Verantwortungsbewusstsein
  • Sprachen: Deutsch und Französisch
  • psychische Belastbarkeit und Durchsetzungsvermögen
  • gute Schul- und Allgemeinbildung, gute Umgangsformen
  • abgeschlossene Berufslehre oder gleichwertige Ausbildung sowie einige Jahre Praxis
  • Alter : 22-35 Jahre
  • Ausweis für Motorfahrzeuge Kat. B

Bildet ein Instruktor mehrere Hunde gleichzeitig aus?

Ein Instruktor arbeitet in der Regel mit 3 Hunden. Er arbeitet jeweils einzeln mit den Hunden und passt die Dauer der Lektionen den Bedürfnissen und dem Ausbildungsstand der Hunde an.