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Bulletin Mai 2017

 

 

PET Recycling Zertifikat 2016

Unsere Schule hat letztes Jahr 129 kg PET-Getränkeflaschen gesammelt!

 

Ein starkes Team

Artikel aus dem

Magazin HUNDE

über Luca und seine Assistenzhündin Glenny

 

laufend gesucht

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Fotos 2016

 

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Fragen und Antworten: Assistenzhunde

Wie lange gibt es Assistenzhunde für Rollstuhlfahrer?

Der erste Assistenzhund wurde 1972 in Amerika für eine junge Frau mit Tetraplegie ausgebildet.

Wie ist der genaue Ablauf, um als Rollstuhlfahrer einen Assistenzhund zu bekommen?

Der Rollstuhlfahrer vereinbart einen Termin für ein persönliches Gespräch und um die Schule zu besichtigen. Wenn von beiden Seiten alles stimmt, erfolgt in einem nächsten Schritt die Wohnortsabklärung. Bei dieser Abklärung werden die Bedingungen am Wohnort und eventuell am Arbeitsort abgeklärt. Dies tun wir, um eine möglichst gute Hundezuteilung zu gewährleisten, aber auch um praktische Fragen zu beantworten, wie zum Beispiel: «Wo schläft der Hund» oder «Wo kann man spazieren gehen?»

Was kann ein Assistenzhund?

  • Türen und Schubladen öffnen oder schliessen
  • Beim Auskleiden helfen
  • Heruntergefallene Gegenstände vom Boden aufheben
  • Das Telefon bringen
  • Lichtschalter betätigen
  • Waschmaschine ausräumen
  • Bellen im Notfall und vieles mehr

Wie viel kostet die Ausbildung eines Assistenzhundes?

Die Gesamtkosten für einen Assistenzhund betragen ca. CHF 50'000.

Wie werden die Assistenzhunde finanziert?

Der zukünftige Assistenzhundehalter erhält den Hund kostenlos. Die Kosten werden zum Teil von der Eidgenössischen Invalidenversicherung und der Rest von unserer Stiftung getragen. Die Stiftung finanziert sich aus Spenden und Legaten von Privatpersonen und durch den Verkauf von Werbeartikeln.

Was passiert mit den Hunden, die sich nicht eignen? Werden die Hunde dann verkauft?

Alle Hunde bleiben lebenslänglich im Besitz der Schule. Bei Hunden, die sich nicht zur Ausbildung eignen, wird geprüft, ob sie sich als Sozialhunde eignen. Wenn ja, werden sie bei einer Person platziert, die diese Ausbildung mit dem Hund machen kann und dann auch bereit ist, regelmässig Volontär-Einsätze zu leisten. Kommt diese Ausbildung nicht in Frage, wird der Hund als Familienhund platziert.

Weshalb sind alle Assistenzhunde kastriert?

Grundsätzlich sind kastrierte Hunde leichter zu führen. Die Läufigkeit bei den Weibchen und das Konkurrenzverhalten unter unkastrierten Rüden könnten sich negativ auf die Arbeit auswirken. Die läufige Hündin würde von den Rüden belästigt und die Rüden könnten von anderen Rüden angegriffen werden. In solchen Situation wäre es den Hunden nicht möglich, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren.

Gibt es noch andere Assistenzhundeschulen in der Schweiz?

Im Wallis gibt es die Ausbildungsstätte «Le Copain.»

Fällt es einem schwer, die Hunde, die man lieb gewonnen hat, wieder abzugeben?

Ja und Nein. Normalerweise betreut ein Instruktor seine Hunde das ganze Leben lang. So geht der Kontakt eigentlich nie ganz verloren. Zudem ist es für alle Instruktoren natürlich die schönste Bestätigung, zu sehen, dass die Hunde im Einsatz gute Arbeit leisten und gleichzeitig in einer harmonischen Beziehung zu ihrem Halter stehen.

Wie schnell merkt man, dass sich ein Hund nicht ausbilden lässt?

Je nach Hund und je nach Problem oder Schwierigkeit, die zum Ausscheiden führt, vergehen einige Wochen oder gar einige Monate in der Ausbildung bis zu einem Entscheid. Wenn es sich um gesundheitliche Gründe oder um Schussangst handelt, lässt sich das schneller feststellen.

Warum werden vor allem Labrador Retriever ausgebildet?

Grundsätzlich lassen sich auch andere Rassen und Mischlinge ausbilden. Wichtig ist, dass es sich um eine mittelgrosse Hunderasse handelt, welche viel Arbeitsfreude mitbringt.

Der Labrador ist ein robuster und pflegeleichter Hund. Neben seiner Arbeitsfreude ist er auch sehr selbstständig, freundlich zu Menschen und Artgenossen und sehr anpassungsfähig. Diese positiven Eigenschaften sind sicher der Hauptgrund, weshalb viele Assistenzhunde weltweit Labrador Retriever sind.

Müssen die Hunde in der Schule oft alleine sein?

Es ist uns ein Anliegen, dass die Hunde wenig Zeit alleine oder unbeschäftigt verbringen. Der Hund ist ein Rudeltier und braucht den Kontakt zu seinen Artgenossen und zum Menschen. Die Hunde sind immer zu zweit in einer Box. Ist der Instruktor abwesend und kann nicht mit seinen Hunden arbeiten, werden die Hunde individuell und nach ihren Bedürfnissen von einem Hundebetreuer betreut und beschäftigt.

Wie lange dauern die Ausbildungssequenzen?

Je nach Ausbildungsstand des Hundes geht das mehrmals täglich von wenigen Minuten bis zu einer halben Stunde Arbeit am Stück. Während der Ausbildung legen die Instruktoren besonderes Augenmerk auf die emotionale Verfassung der Hunde und richten die Ausbildungslektionen auch teilweise danach.

Was sind die häufigsten Ausfallgründe?

Gesundheitliche Probleme, mangelnde Belastbarkeit, mangelnde Arbeitsfreude und optische oder akustische Unsicherheit sind die häufigsten Ausfallgründe.

Wieso sind die Hörzeichen auf Italienisch?

Für die etwas mehr als 30 Hörzeichen eignet sich die italienische Sprache sehr gut, da in ihr viel häufiger Vokale vorkommen als im Deutsch. So kann der Hund die verschiedenen Hörzeichen besser unterscheiden.

In anderen Schulen werden die Hunde meistens in der Landessprache ausgebildet.

Wie lange dauert die Ausbildung?

In der Regel dauert die Ausbildung insgesamt 6 Monate.

Was eignet sich besser, Rüde oder Hündin?

Bei der Ausbildung gibt es keine Unterschiede zwischen Rüden und Hündinnen. Die Unterschiede liegen mehr bei jedem einzelnen Hund und haben nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Woran erkennt man, dass der Rollstuhlfahrer und der Assistenzhund gut zueinander passen?

Hund und Mensch müssen im Charakter und Temperament zusammen passen. Ein sehr aktiver Mensch braucht einen belastbaren, lebhaften Hund. Ein ruhiger Mensch, der in einem Büro arbeitet, braucht einen Hund, der auch mal einige Stunden ruhig unter dem Schreibtisch liegen kann.

Wie sieht die Auslauf-/Freilauf–Möglichkeit beim Rollstuhlfahrer aus?

Auch der Assistenzhund braucht seine Freizeit. Wir empfehlen mindestens ein Mal am Tag einen Spaziergang von einer Stunde und mindestens vier zusätzliche Versäuberungsspaziergänge à ca. 15 Minuten. Schon während der Wohnortsabklärung wird der Instruktor mit dem Assistenzhundehalter Orte für den Freilauf des Hundes auskundschaften. Um diese Spaziergänge zu gewährleisten, ist es wichtig, dass der Rollstuhlfahrer einen Elektrorollstuhl oder einen Swisstrac besitzt.

Wählen die Rollstuhlfahrer den Assistenzhund aus?

Die Schule wählt den passendsten Hund aus. Hat man mehrere Hunde zur Verfügung, die sich gleich gut eignen würden, wird dem Assistenzhundehalter die Wahl gelassen.

Darf der Assistenzhundehalter spezifische Wünsche bezüglich Hilfestellungen anbringen?

Ja, das darf er. Wenn möglich werden diese Wünsche noch mit dem Hund erarbeitet, zum Beispiel: Waschmaschine leeren, Schuhe ausziehen oder bestimmte Gegenstände dem Namen nach erkennen, suchen, finden und bringen.

Was sind die Vorteile einer Einführung am Wohnort?

Bei einer Einführung am Wohnort kann der Instruktor verschiedene Situationen mit dem Team an Ort und Stelle erarbeiten, zum Beispiel das Öffnen einer schweren Türe beim Arbeitsplatz oder die Bedienung der Lichtschalter zuhause.

Was geschieht mit den Assistenzhunden, wenn sie zu alt sind, um zu arbeiten?

Assistenzhunde, die aus gesundheitlichen oder aus Altersgründen nicht mehr arbeiten können, werden «pensioniert». Der pensionierte Assistenzhund darf beim Assistenzhundehalter bleiben, jedoch ohne Funktion als Assistenzhund. Oder die Schule nimmt den Hund zurück, im Einverständnis mit dem Halter, und platziert ihn in eine geeignete Familie, wo er bleiben wird, solange er ein lebenswertes Hundeleben geniessen kann.

Was passiert mit dem Assistenzhund, wenn der Assistenzhundehalter stirbt? Wird der Hund wieder eingesetzt?

Je nach Alter des Hundes wird er bei einem anderen Rollstuhlfahrer platziert oder frühzeitig pensioniert.