Wie kommen Sie, als Sehbehinderter, zu einem Blindenführhund aus unserer Schule?
Falls Sie mit dem Gedanken spielen, in Zukunft Ihre Wege mit einem Blindenführhund zu gehen, kontaktieren Sie uns bitte.
Wir lassen Ihnen gerne alle grundlegenden Informationen zukommen, und empfangen Sie für ein Beratungsgespräch in der Schule.
Haben die erhaltenen Informationen Sie in Ihrer Absicht bestärkt, melden Sie sich
doch bitte zu einem persönlichen Gespräch in Allschwil an. Wir empfangen Sie gerne. In der Regel dauert dieser erste Besuch ca. einen halben Tag. Sie können allein kommen, (wir werden Sie selbstverständlich am
Bahnhof Basel abholen und auch wieder zurückbringen) oder in Begleitung. Dies kann ein Familienmitglied, jemand aus Ihrem Bekanntenkreis oder eine Person aus dem Blindenwesen, z.B. ein Sozialarbeiter oder ein
O+M-Lehrer, sein. Für diesen ersten Kontakt lassen wir uns gerne etwas Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen.
Sie werden die Schule kennenlernen und wir informieren Sie über:
- Zucht und Zuchtauswahl
- Patenfamilien
- Auswahlverfahren der Hunde
- Ausbildungsmethode und Dauer.
- Was lernt der Hund in der Ausbildung?
- Abschlussprüfung
- Einführung, Nachbetreuung, Weiterbildung
- Dienstlungen der Schule
- Infokurs
- Personal und Tagesablauf der Schule
- Andere Blindenführhundeschulen in der Schweiz
Weiter werden wir gerne all Ihre Fragen beantworten. Sie können an diesem Tag dann auch einen einfachen Weg mit einem Führhund im Geschirr laufen. Wir unsererseits möchten Sie, Ihre Bedürfnisse und Lebensumstände
etwas besser kennen lernen.
Wenn Sie nach diesem ersten Kontakt weiterhin denken, dass ein Blindenführhund für Sie die richtige Hilfe sein könnte, laden wir Sie gerne zu einem unserer Informationskurse für
Führhundeanwärter ein.
Kursdauer : 3 ½ Tage Kursort: Blindenführhundeschule Allschwil, Übernachtungen im Seminarzentrum Muttenz
Kursinhalt
- Gegenseitiges Kennenlernen, Vermittlung einer Grundlage zur Entscheidung Führhund ja oder nein, Führhund als Hilfsmittel und Lebewesen kennen lernen.
- Tipps für Vorbereitung auf Führhund. Welcher Typ Hund könnte passen?
- Kurze Anleitung für den Umgang mit dem Hund/Hörzeichen
- Praktische Übungen in der Gruppe mit Hunden, füttern, versäubern
- Hundepflege Info + Praxis
- Gehorsamsübungen in der Gruppe und einzeln mit einem Ausbilder
- Laufen mit Hunden im Geschirr
- Vorträge: Grundlagen der Hundehaltung, Zucht und Ausbildung, Möglichkeiten und Grenzen des Führhundes, Spiel und Motivation mit Hunden
- Fragestunde mit jeweils 2/3 Führhundehaltern
- O+M-Abklärung mit O+M-Lehrer
- Einzelgespräch Perspektiven mit einem erfahrenen Ausbilder
Nach dem Besuch des Informationskurses erfolgt ein Abklärungsbesuch am Wohn- und Arbeitsort.
Sind alle Abklärungen abgeschlossen, und wir (Sie und die
Blindenführhundeschule) sind zum Schluss gekommen, dass ein Blindenführhund wirklich das richtige Hilfsmittel für Sie ist, werden wir gemeinsam den für Sie passenden Hund
aussuchen und mit Ihnen den Zeitpunkt der Abgabe vereinbaren. Die Schule wird auch die nötigen Schritte bei der Invalidenversicherung unternehmen.
Die Einarbeitung mit Ihrem Blindenführhund findet an Ihrem Wohnort statt und dauert 2 x 1 Woche. Hinzu kommen nach Bedarf mehrere Einzeltage.
Nach der Einarbeitungszeit von sechs Monaten wird ein
Blindenführhunde-Experte der Invalidenversicherung das Gespann auf seine Funktionsfähigkeit prüfen und die Übergabe via Invalidenversicherung verfügen.
Die Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde in Allschwil garantiert dem Führhundehalter eine kostenlose Betreuung während der Lebensdauer des Führhundes; z.B.
durch Beratungsbesuche bei auftretenden Schwierigkeiten, Rücknahme des Führhundes in die Führhundeschule während längerer Krankheit des Sehbehinderten, Betreuung und Pflege
des kranken oder alten Führhundes. Der Hund bleibt Eigentum der Stiftung.
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