Stiftung Schweizerische Schule
für Blindenführhunde
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Spielende Junghunde

Die Zeit in der Patenfamilie

Im Alter von zehn bis 12 Wochen werden die Welpen an Patenfamilien abgegeben. Diese übernehmen die Junghunde für zwölf bis fünfzehn Monate, also bis zu Beginn der Ausbildung. Eine gute Grunderziehung und die Sozialisierung des Hundes sind die Hauptaufgaben der Patenfamilie. Mitarbeiter der Schule stehen den Patenfamilien während der ganzen Dauer der Patenschaft beratend zur Seite. Sie helfen, den Hund zu verstehen und richtig mit ihm umzugehen.

Regelmässige Ausbildungsveranstaltungen unterstützen eine gezielte Förderung im Hinblick auf die zukünftige Tätigkeit.
Die Tierarztkosten, das Futter und die Hundesteuer werden von der Schule übernommen.

Voraussetzungen für die Haltung eines Patenhundes

  • Die Aufzucht eines Welpen zum angehenden Blindenführhund ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe und erfordert dementsprechend eine gute körperliche und geistige Verfassung.
  • Die Betreuungsperson sollte praktisch keiner Beschäftigung ausserhalb des Hauses nachgehen. Bei Teilzeitbeschäftigung beider Partner ist eine Aufteilung der Betreuung möglich.
  • Bereitschaft zur regelmässigen Teilnahme an Ausbildungstagen (Junghundetraining in der Schule).
  • Alle Familienangehörigen sollen mit der Haltung eines Patenhundes einverstanden sein.
  • Alter der Kinder: mindestens sieben Jahre.
  • Wohnort: Stadt oder Stadtnähe, wenn mindestens 2 bis 3 Mal wöchentlich eine Stadtgewöhnung möglich ist.
  • Die Bewilligung des Hauseigentümers zur Hundehaltung muss vorliegen.
  • Ein Garten ist nicht notwendig.
  • Im gleichen Haushalt gehaltene Hunde können die Entwicklung des Junghundes negativ beeinflussen. Andere Tiere sind erwünscht, sofern sie nicht aggressiv sind.

Der Weg zum Patenhund

Wenn Sie sich für das Aufziehen eines Patenhundes interessieren, so nehmen Sie einfach mit unserer Schule Kontakt auf, und wir lassen Ihnen einen Fragebogen zukommen. Den schicken Sie uns ausgefüllt zurück, oder Sie geben ihn uns ab, wenn Sie anlässlich eines unserer Besuchstage (jeden 1. Samstag im Monat, 15:00 Uhr) an einer Führung teilnehmen. Diese Teilnahme setzen wir voraus, bevor wir Ihnen gleich nach Eingang Ihres Fragebogens eine Patenfamilieanleitung schicken. Eine Begleitkarte informiert Sie, dass einer unserer Betreuer sich bei Ihnen melden wird, um mit Ihnen einen Termin für die Wohnortsabklärung zu vereinbaren. Diese bietet die Möglichkeit, sich gegenseitig kennen zu lernen und allfällige Fragen zu behandeln.
Begrüssen Sie und die Schule eine Zusammenarbeit, so wird Ihr Name auf die Warteliste der Patenfamilien eingetragen. Und dann melden wir uns wieder, sobald ein Welpe ein sicheres, spannendes und freundliches Zuhause sucht.

Wer sich für das Aufziehen eines Patenhundes interessiert, kann uns telefonisch kontaktieren.
Tel. 061 487 95 95 oder 061 487 95 80
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Eine Hündin spielt mit ihren Welpen

Der gezielte Umgang mit dem heranwachsenden Hund


Wie erziehe ich meinen Hund? Diese Frage stellt sich wohl jeder verantwortungsbewusste Hundehalter, spätestens dann, wenn das Hundekind die Herzen seiner Besitzer – und deren Wohnung – im Sturm erobert. Man will ja nur das Beste… Aber was ist das Beste?

Über Hundeerziehung ist schon viel geschrieben worden: zahlreiche weit verbreitete Meinungen und Vorstellungen über das Wesen und das Verhalten von Hunden sind inzwischen überholt, und fast täglich erscheinen neue Publikationen. Der von der Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde Allschwil herausgegebene Ratgeber: «Patenschaft - die Freude macht / Der gezielte Umgang mit dem heranwachsenden Hund», befasst sich im Speziellen mit der Früherziehung unserer vierbeinigen Freunde.

Dass die ersten Tage und Wochen zu Beginn einesHeft Patenschaft Hundelebens von entscheidender Bedeutung sind, ist heute eine Tatsache, die jedem Hundefreund bekannt sein dürfte. Dies ist nicht nur bei zukünftigen Blindenführhunden der Fall, sondern für alle unsere vierbeinigen Begleiter wichtig, damit sie in der heutigen Gesellschaft ihren Platz mühelos ein-nehmen können. In diesem Sinne ist die neue Publikation der Blindenführhundeschule Allschwil für alle Hundehalter, die mehr über die neusten Erkenntnisse der tiefgründigen Lebensvorgänge des heranwachsenden Hundes und sein darauf basierendes späteres Verhalten erfahren möchten, ein wertvoller Ratgeber.

Das auf Kürze und Übersichtlichkeit angelegte Werk zeigt auf 44 ansprechend bebilderten Seiten die wichtigsten Zusammenhänge und Regeln des Umgangs mit dem jungen Vierbeiner. Aus der Sicht der Verhaltensbiologie wird der Verlauf derDVD Auf dem Weg zum Blindenfuehrhund wichtigsten Entwicklungs- und Lernvorgänge unter dem Einfluss des Menschen klar und verständlich dargelegt. Aufbauend auf dieses Grundwissen werden in einem weiteren Teil der Anleitung praxisbezogene Anregungen gegeben, von den vielen wichtigen Punkten bei der Übernahme eines Welpen bis zu den einzelnen Bedürfnissen des jungen Lebewesens in den ersten Wochen und Monaten.
Die Anleitung entstand aus dem langjährigen Know-how von Blindenführhundeausbildnern und Welpenbetreuern der Blindenführhundeschule Allschwil in Zusammenarbeit mit den Tier-Verhaltensforschern Heinz Weidt und Dina Berlowitz.



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