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Bulletin Okt. 2012

 

 

 

 

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Fragen und Antworten

AllgemeinPatenschaftZuchtAusbildungBerufFührhund im Einsatz

Allgemein

Wie ist der Weg, bis man als Sehbehinderter einen Führhund bekommt?

Der Sehbehinderte vereinbart bei einem ersten telefonischen Kontakt einen Termin für ein persönliches Gespräch und um die Schule zu besichtigen. Nach diesem ersten Treffen erfolgt für alle Interessierten, welche die Grundvoraussetzungen erfüllen, die Teilnahme an einem 3-tägigen Informationskurs. In diesem Kurs haben die Teilnehmer die Möglichkeit, verschiedene Hunde kennen zu lernen und zu entscheiden, ob ein Führhund für sie das richtige Hilfsmittel ist. Für uns ist der Informationskurs die Gelegenheit, die Interessenten besser kennen zu lernen, was uns für die Wahl des passenden Führhundes hilft. Als nächstes folgt die Wohnortsabklärung. Bei dieser Abklärung werden die Bedingungen am Wohnort und eventuell am Arbeitsort abgeklärt. Dies tun wir, um eine möglichst gute Hundezuteilung zu gewährleisten, aber auch um praktische Fragen zu beantworten, wie zum Beispiel: «Wo schläft der Hund» oder «Wo kann man spazieren gehen?»

Wie viel kostet ein Blindenführhund?

Die Gesamtkosten für 1 Blindenführhund sind ca. CHF 65'000. Der Sehbehinderte bekommt den Hund aber kostenlos. Die Kosten werden von der Eidgenössischen Invalidenversicherung und – dank Ihren grosszügigen Spenden – von unserer Stiftung getragen.

Wie werden die Führhunde finanziert?

Die Führhunde werden von der Eidgenössischen Invalidenversicherung «gemietet». D.h. diese zahlt der Schule einen monatlichen Beitrag von CHF 350.00 für jeden im Einsatz stehenden Führhund. Die übrigen Kosten werden von der Stiftung getragen. Diese finanziert sich aus Spenden und Legaten von Privatpersonen und durch den Verkauf von Werbeartikeln.

Was passiert mit den Hunden, die sich nicht eignen? Werden die Hunde dann verkauft?

Alle Hunde bleiben lebenslänglich im Besitz der Schule. Bei Hunden, die sich nicht zur Ausbildung zum Blindenführhund eignen, wird geprüft, ob sie sich als Sozialhunde eignen. Wenn ja, werden sie bei einer Person platziert, die diese Ausbildung mit dem Hund machen möchte und dann auch bereit ist, regelmässig Volontär-Einsätze zu machen. Kommt diese Ausbildung nicht in Frage, wird der Hund als Familienhund platziert.

Weshalb sind alle Führhunde kastriert?

Grundsätzlich sind kastrierte Hunde leichter zu führen. Die Läufigkeit bei den Weibchen und das Konkurrenzverhalten unter unkastrierten Rüden könnten sich negativ auf die Führarbeit auswirken. Die läufige Hündin wird von den Rüden belästigt und die Rüden könnten von anderen Rüden angegriffen werden. In solchen Situation wäre es den Hunden nicht möglich, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren.

Gibt es noch andere Führhundeschulen in der Schweiz?

Es gibt noch drei anderen Schulen: 

- der VBM, Verein für Blindenhunde und Mobilitätshilfen in Liestal

- die Ostschweizerische Schule für Blindenführhunde in Goldach 

- die Ecole romande pour chiens-guides in Brenles.

Patenschaft

Was sind die Voraussetzungen um Patenhundehalter zu werden? Muss man bereits viel Hundeerfahrung mitbringen?

Man kann auch ohne Hundeerfahrung Patenhundehalter werden. Es muss aber betont werden, dass der Zeitaufwand so gross ist, dass die Betreuerperson praktisch keiner Beschäftigung ausserhalb des Hauses nachgehen kann. Bei Teilzeitbeschäftigung beider Partner ist eine Aufteilung der Betreuung möglich.

 

  • Bereitschaft zur regelmässigen Teilnahme an Ausbildungstagen in der Blindenführhundeschule.
  • Alle im gleichen Haushalt lebenden Personen sollen mit der Haltung eines Patenhundes einverstanden sein.
  • Alter der Kinder: mindestens sieben Jahre.
  • Wohnort: Stadt oder Stadtnähe. Auf dem Land, wenn mindestens 2- bis 3-mal wöchentlich eine Stadtgewöhnung möglich ist.
  • Die Bewilligung des Hauseigentümers zur Hundehaltung muss vorliegen.
  • Ein Garten ist nicht notwendig.
  • Kein eigener Hund. Im gleichen Haushalt gehaltene Hunde können die Entwicklung des Junghundes negativ beeinflussen. Andere Tiere jedoch sind erwünscht, sofern sie nicht aggressiv sind.

Wie schaffen es die Patenhundehalter, einen Hund für ein Jahr zu sich zu nehmen und ihn dann wieder abzugeben?

Das soziale Engagement steht für viele Patenhundehalter im Vordergrund. Sie setzen sich von ganzem Herzen und mit viel Liebe bei der Aufzucht ihres Patenhundes ein. So erleben auch die meisten von ihnen einen grossen Trennungsschmerz, wenn sie den Hund zurück in die Schule bringen. Der Trost, dass ihr Patenhund einmal einen Sehbehinderten durchs Leben begleiten wird, oder die Freude auf einen neuen Patenhund, hilft Vielen über diese Zeit hinweg.

Gibt es genügend Patenhundehalter?

Die Suche nach Patenhundehaltern ist für uns eine anspruchsvolle, laufende Arbeit. Zumal unsere Arbeit ohne die ehrenamtliche Tätigkeit der Patenhundehalter undenkbar wäre. Da die Patenhundehalter sich nach einem Patenhund ganz unterschiedlich entscheiden – entweder für einen eigenen Hund, für einen neuen Patenhund oder vielleicht dazu, auf die Ausbildung ihres Hundes zu warten und ihn bei Nichteignung zurück zu nehmen – sind wir immer wieder auf der Suche nach neuen Patenhundehaltern.

Warum dürfen Patenhundehalter keinen eignen Hund haben?

Es ist uns ein Anliegen, dass der Welpe sich zu einem sicheren Hund entwickeln kann und dass er vor allem eine Bindung zu «seinem» Menschen aufbaut. Zudem könnte ein bereits in der Familie lebender Hund die Entwicklung des Patenhundes beeinflussen (Nachahmeffekt).

Was sind die Pflichten der Patenhundehalter?

Der Patenhundehalter soll den Hund in die Familie integrieren und ihm eine erlebnisreiche Erziehung bieten. Der Junghund soll zielgerichtet gefördert und nicht überbehütet werden. Mitarbeiter der Führhundeschule stehen den Paten während der Entwicklungsphase des Hundes beratend zur Seite. Sie helfen, den Hund zu verstehen und richtig mit ihm umzugehen. Dazu gehören auch eine, dem Alter angepasste, gezielte Umweltgewöhnung durch Ausgänge in die Stadt und über Land sowie ausgiebige Gelegenheiten zum Spiel mit Artgenossen.

Haben die Hunde nicht grosse Probleme (Heimweh) mit der Umstellung vom Patenhundehalter auf den Schulbetrieb?

Die Umstellung vom Patenhundehalter auf den Schulbetrieb meistern die Hunde ganz unterschiedlich. Die einen fühlen sich sehr schnell zu Hause und andere beschäftigen die vielen neuen Eindrücke etwas länger. Der Instruktor des neuen Hundes ist gerade in dieser Einlebensphase sehr darum bemüht, den Wechsel sanft zu gestalten und das Vertrauen des Hundes zu gewinnen, um eine sichere Bindung aufzubauen. In dieser Eingewöhnungsphase wird der Instruktor viel mit dem Hund unternehmen, mit ihm spielen und ihn auch öfters nach Hause nehmen.

Zucht

Werden bei grossen Würfen alle Welpen am Leben gelassen?

Ja, es werden immer alle Welpen behalten. Hat die Hündin mal nicht genügend Milch, werden die Welpen mit der Flasche gefüttert.

Wie oft werfen die Zuchthündinnen?

In der Regel werden die Hündinnen 1 Mal im Jahr gedeckt. Dies frühestens im Alter von 2 Jahren und bis zum Alter von 7 Jahren, höchstens 5 Mal.

Wo leben die Zuchthündinnen wenn sie nicht in der Schule sind?

Die Zuchthündinnen und Zuchtrüden leben ganz normal bei Familien und kommen nur für die Belegung (Paarung) und zum Werfen in die Schule.

Kann man schon bei den Welpen sagen ob sie sich später zum Führhund eignen?

Das kann man nicht. Die Entwicklung des Welpen spielt hier auch eine wichtige Rolle.

Gibt es auch künstliche Befruchtung?

Ja, ab und zu greifen wir auch zur künstlichen Befruchtung. Zum Beispiel, wenn wir gerne Junge von einem Rüden hätten, der weit weg ist. So haben wir zum Beispiel vor einigen Jahren Samen aus der Blindenführhundeschule in Kalifornien bekommen und eine unserer Hündinnen damit belegt.

Warum hat die Blindenführhundeschule eine eigene Zucht?

Weil es der einzige Weg ist, sicher zu stellen, dass wir immer genügend zur Ausbildung geeignete Hunde zur Verfügung haben.

Ausbildung

Ist es nicht hart, die Hunde die man lieb gewonnnen hat, wieder abgeben zu müssen?

Ja und Nein. Normalerweise betreut ein Instruktor seine Hunde das ganze Leben lang. So geht der Kontakt eigentlich nie ganz verloren. Zudem ist es für alle Instruktoren natürlich die schönste Bestätigung, zu sehen, dass die Hunde im Einsatz gute Arbeit leisten und gleichzeitig in einer harmonischen Beziehung zu ihrem Führhundehalter stehen.

Wie erlernt der Hund die Höhenhindernisse?

Schon der Welpe lernt in der Schule durch verschiedene Anreize, dass nach oben schauen auch interessant ist. Später beginnen die Instruktoren mit sehr tiefen Höhenhindernissen und lehren so dem Hund, einen Umweg zu suchen. Danach wird die Höhe der Hindernisse gesteigert bis auf Kopfhöhe des Menschen.

Wie schnell merkt man, dass sich ein Hund nicht ausbilden lässt?

Je nach Hund und je nach Problem oder Schwierigkeit, die zum Ausscheiden führen kann, vergehen bis zu einem Entscheid einige Wochen oder gar einige Monate. Wenn es sich um gesundheitliche Gründe oder um Schussangst handelt, lässt sich das schnell feststellen.

Warum werden nur Labrador Retriever ausgebildet? Ist dies die beste Rasse? Gibt es andere Rassen die auch ausgebildet werden?

Grundsätzlich lassen sich viele andere Rassen und natürlich auch Mischlinge ausbilden. Sicherlich wichtig ist, dass es sich um eine mittelgrosse Hunderasse handelt, welche viel Arbeitsfreude mitbringt. Neben dem Labrador sieht man auch verschiedene Schäferhunderassen, Golden Retriever, Airedale Terrier oder Königspudel im Einsatz als Blindenführhunde.

Der Labrador ist ein robuster und pflegeleichter Hund. Neben seiner Arbeitsfreude ist er auch sehr selbstständig, freundlich zu Menschen und Artgenossen, und sehr anpassungsfähig. Diese positiven Eigenschaften sind sicher der Hauptgrund, weshalb etwa 80% aller Blindenführhunde weltweit Labrador Retriever sind.

Müssen die Hunde oft alleine sein? Wieso werden die Hunde im Zwinger gehalten? Schadet das den Hunden nicht?

Es ist uns ein Anliegen, dass die Hunde wenig Zeit alleine oder unbeschäftigt verbringen. Der Hund ist ein Rudeltier und braucht den Kontakt zu seinen Artgenossen und zum Menschen. Die Hunde sind immer zu zweit in einer Box. Ist der Instruktor abwesend – für Nachbetreuungen, Einführungen, Krankheit oder Ferien – und kann demzufolge nicht mit seinen Hunden arbeiten, haben wir ein spezielles Programm zusammengestellt, in dem die Hunde individuell und nach ihren Bedürfnissen von einem Hundebetreuer beschäftigt werden.

Wie lange wird während der Ausbildung gearbeitet?

Je nach Ausbildungsstand des Hundes geht das von wenigen Minuten bis zu einer Stunde Führarbeit am Stück. Während der Ausbildung legen die Instruktoren besonderes Augenmerk auf die emotionale Verfassung der Hunde und richten die Ausbildungslektionen auch teilweise danach.

Was sind die häufigsten Ausfallgründe?

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum sich ein Hund nicht zur Ausbildung eignet. Gesundheitliche Gründe, mangelnde Belastbarkeit, mangelnde Arbeits- und Zugfreude und optische oder akustische Unsicherheit sind dabei die häufigsten.

Wieso sind die Hörzeichen auf Italienisch?

Für die etwas mehr als 30 Hörzeichen eignet sich die Italienische Sprache sehr gut, da in ihr viel häufiger Vokale vorkommen als im Deutsch. So kann der Hund die verschiedenen Hörzeichen besser unterscheiden.

Wie lange dauert die Ausbildung?

In der Regel dauert die Ausbildung 6-9 Monate. Wenn der Instruktor während der Ausbildungszeit viele Unterbrüche machen muss (Ferien, Einführungen, Krankheit Hund oder Instruktor), kann sich die gesamte Ausbildungszeit verlängern.

Was eignet sich besser, Rüde oder Hündin? Was sind die Unterschiede?

Bei der Ausbildung gibt es keine Unterschiede zwischen Rüden und Hündinnen. Die Unterschiede liegen mehr bei jedem einzelnen Hund und haben nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Beruf Blindenführhundeinstruktor

Ist der Instruktorberuf eine 100% Stelle? Macht man für diesen Beruf eine Ausbildung? Welche Berufe übten die Instruktoren aus, bevor sie in der Blindenhundeschule arbeiteten?

Die Instruktoren arbeiten in der Regel vollamtlich. Die Ausbildung besteht aus einer dreijährigen Lehre in der Schule. Der Beruf ist eidgenössisch anerkannt. Nach Abschluss der Lehre erhält der Instruktor ein eidgenössisches Diplom.

Das Aufgabengebiet des Instruktors ist sehr breit gefächert. Dementsprechend können verschiedene Herkunftsberufe sinnvoll sein.

Welche sind die Voraussetzungen, um den Beruf des Instruktors zu erlernen?

  • gute Gesundheit und robuste körperliche Verfassung
  • soziales Engagement, Tierliebe und Verständnis für das Wesen des Tieres
  • Offenheit und Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit und Selbständigkeit
  • Begeisterungsfähigkeit und Ausdauer, Verantwortungsbewusstsein
  • Sprachen: Deutsch und Französisch
  • psychische Belastbarkeit und Durchsetzungsvermögen
  • gute Schul- und Allgemeinbildung, gute Umgangsformen
  • abgeschlossene Berufslehre oder gleichwertige Ausbildung sowie einige Jahre Praxis
  • Alter : 22-35 Jahre
  • Ausweis für Motorfahrzeuge Kat. B

Bildet ein Instruktor mehrere Hunde gleichzeitig aus? Wie macht man das?

Ein Instruktor arbeitet mit 3 Hunden. Sie arbeiten jeweils einzeln mit den Hunden und passen die Zeit den Bedürfnissen und dem Ausbildungsstand der Hunde an.

Der Führhund im Einsatz

Mussten schon Einführungen abgebrochen und Führhunde zurückgenommen werden, weil Führhund und Halter nicht zusammenpassten?

Wir nehmen uns für die Zuordnung des Führhundes zum Sehbehinderten viel Zeit. Mit dem ersten Besuch in der Schule, dem Infokurs und der Wohnortsabklärung gelingt es uns in der grossen Mehrheit der Fälle eine Zuteilung vorzunehmen, die alle Beteiligten zufrieden stellt. Ausnahmesituationen sind jedoch auch durch genaueste Abklärungen nicht auszuschliessen.

Wie weiss der Führhund, wohin die sehbehinderte Person will? Wie findet der Führhund den nächsten Bahnhof?

Der Führhund weiss nicht, wohin die sehbehinderte Person will. Diese muss dem Hund durch Hörzeichen mitteilen, in welche Richtung sie gehen will. Also muss der Führhundehalter einen «Ortsplan» jeweils im Kopf haben.

Was ist das schwierigste an der Führarbeit?

Das Erkennen von Höhenhindernissen und das Ausweichen von Personen. Wenn Passanten oder andere Hunde den Führhund ablenken, ist es für den Hund schwierig sich zu konzentrieren.

Wie lange am Stück kann ein Führhund führen/arbeiten?

Ein routinierter Führhund kann gut eine Stunde am Stück führen. Dies hängt aber immer von der Schwierigkeit der Strecke ab.

Woran erkennt man, dass der Sehbehinderte und der Führhund gut zueinander passen?

Hund und Mensch müssen im Charakter und Temperament zusammen passen. Ein sehr aktiver Mensch braucht einen belastbaren, lebhaften Hund. Ein ruhiger Mensch, der in einem Büro arbeitet, braucht einen Hund, der auch mal 3 Stunden ruhig unter dem Schreibtische liegen kann.

Wie sieht die Auslauf-/Freilauf–Möglichkeit beim Sehbehinderten aus?

Auch der Führhund braucht seine Freizeit. Wir empfehlen mindestens ein Mal am Tag einen Spaziergang von einer Stunde und mindestens vier zusätzliche Versäuberungsausgänge à ca. 15 Minuten. Schon während der Einführung wird der Instruktor mit dem Führhundehalter auch Orte für den Freilauf des Hundes auskundschaften.

Wählen die Blinden den Führhund aus?

Die Schule wählt den bestpassenden Hund aus. Hat man mehrere Hunde zur Verfügung, die sich gleich gut eignen würden, wird dem Sehbehinderten die Wahl gelassen.

Was sind die Vorteile einer Einführung am Wohnort?

Bei einer Einführung am Wohnort kann der Instruktor schwierige Situation mit dem Gespann an Ort und Stelle erarbeiten, die besten Wege aussuchen und auch die Wege zum Freilaufen des Hundes bereits auskundschaften.

Was geschieht mit den Führhunden, wenn sie zu alt sind, um zu arbeiten oder sonst nicht mehr führen können?

Führhunde, die aus gesundheitlichen oder aus Altersgründen nicht mehr führen können, werden «pensioniert». D.h., die Schule nimmt den Hund zurück, im Einverständnis mit dem Sehbehinderten, und platziert ihn in eine geeignete Familie, wo er bleiben wird, solange er ein lebenswertes Hundeleben geniessen kann. Der pensionierte Führhund kann aber auch beim Führhundehalter bleiben, jedoch ohne Führarbeit.

Was passiert mit dem Führhund, wenn der Führhundehalter stirbt? Wird der Führhund wieder eingesetzt?

Ist der Hund jünger als fünf Jahre, wird er bei einem anderen Sehbehinderten platziert. Ist er älter, wird er frühzeitig pensioniert.